Vertrag mit T-Systems

Continental bezahlt nach Verbrauch

Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Keine feste Laufzeit, Abrechnung rein nach Verbrauch: So bezieht Continental künftig SAP-Leistungen von T-Systems.

T-Systems bietet in Deutschland erstmals verbrauchsabhängige IT-Dienstleiste an. Der Automobilzulieferer Continental hat mit dem IT-Servicanbieter einen Vertrag über den Betrieb seiner SAP-Systeme ohne Mindestabnahme und feste Laufzeit abgeschlossen. Dabei berechnet T-Systems nur so viel, wie Continental an Software, Rechenkapazität und Speicherplatz verbraucht. "Unser Angebot ist so flexibel, dass wir quasi im Fünf-Minuten-Takt abrechnen", so ein T-Systems-Sprecher.

Angebote dieser Art sind gefragter denn je. Einer Studie von PAC (Pierre Audoin Consultants) im Auftrag des IT-Dienstleisters Computacenter zufolge sind immer mehr Anwender bereit, standardisierte Leistungen in Anspruch zu nehmen, um in den Genuss von mehr Flexibilität zu gelangen. Auch bei Continental begrüßt man den Vertrag: "Wir profitieren ohne eigene Investitionen von modernster Technik, die sich zudem nahtlos in unsere Prozessarchitektur einfügt", erläutert Elisabeth Hoeflich, CIO bei der Continental Rubber Group. Und Ralf Brunken, CIO bei der Continental Automotive Group, bezeichnet das Outsourcing-Modell als zukunftsweisend, da es die Kosten senke und extreme Flexibilität biete. Voraussetzung sei allerdings ein partnerschaftliches Miteinander und absolutes Vertrauen.

Bei dem Outsourcing-Vertrag handelt es sich um eines der bislang größten SAP-Projekte für T-Systems. Der IT-Dienstleister hat die Aufgabe, die drei Rechenzentren der verschiedenen Unternehmenssparten von Continental zu konsolidieren. Dabei muss er dafür sorgen, dass rund 55.000 Conti-Mitarbeiter weltweit auf die Software für die Unternehmenssteuerung zugreifen können.