Vergessen ist nicht verschwunden

Conficker entwickelt sich prächtig

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Der böse Conficker-Schädling hat nicht gehalten, was sich Beobachter versprochen haben. Dennoch ist das Problem längst noch nicht gelöst.

Der Conficker-Schädling ist zwar vom Radar verschwunden, aber immer noch auf Wachstumskurs. Die Sicherheitsexperten von Trend Micro warnten in einem Blog-Post davor, das auch als "Downad" beziehungsweise "Downadup" bekannte Problem auf die leichte Schulter zu nehmen. Mehr als fünf Millionen IP-Adressen seien laut der Conficker Working Group infiziert, allein im Juni sei die Zahl von 3,7 Millionen auf 5,1 Millionen angewachsen. Selbst bei einer realistischen Betrachtung gehe inzwischen von mehr als einer Million Rechnern Gefahr aus. Diese könnten ein ernst zu nehmendes Botnetz bilden, das sich dann für diverse Angriffe nutzen ließe.

Wer unsicher ist, ob sein Rechner mit einer Conficker-Variante infiziert ist, findet hier einen amüsanten Conficker-Test. Proxy-Server können allerdings das Ergebnis verzerren.