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Computer sollen Terrorgelder aufspüren

21.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) drängt darauf, effizientere IT-Werkzeuge einzusetzen, um Geldwäschern und Terroristen-Financiers auf die Schliche zu kommen. Laut einem Bericht des Spiegel würden derzeit verschiedene Banken geprüft, ob deren EDV-Systeme den Anforderungen der Finanzbehörden entsprechen. Grundlage für die Überwachung der internationalen Geldströme sind die Gesetze zur Rasterfahndung. So durchleuchten die Systeme sämtliche Kontobewegungen eines Geldinstituts auf verdächtige Muster. Dazu zählen beispielsweise Überweisungen in Terror-verdächtige Länder wie den Jemen oder Pakistan sowie häufige und hohe Bareinzahlungen. Im Durchschnitt komme eine Warnmeldung auf etwa 1000 Kontobewegungen, wobei sich der überwiegende Teil der Alarme als harmlos

herausstellt. Den Fahndungsbehörden zufolge kennen Kriminelle und Terroristen Methoden, Finanztransaktionen zu verschleiern. Daher seien effektive Analyse-Tools unumgänglich. Kritik kommt jedoch von Seiten der Datenschützer. Sie warnen vor dem gläsernen Bankkunden. Außerdem würde für eine permanente Rasterfahndung die rechtliche Grundlage fehlen. (ba)