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Computacenter wächst in Deutschland

12.09.2007
Allerdings schwächelt der IT-Dienstleister und Hardware-Reseller Computacenter in seinem Heimatmarkt Großbritannien.

Computacenter hat im ersten Halbjahr 2007 einen Gruppenumsatz von 1,16 Milliarden Pfund (umgerechnet 1,71 Milliarden Euro) erzielt. Das sind 4,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (1,11 Milliarden Pfund). Der operative Gewinn stieg um 12,1 Prozent auf 12,8 Millionen Pfund. Der Gewinn pro Aktie verbesserte sich von 4,3 auf 4,7 Pence.

Wie schon an den vor zwei Monaten veröffentlichten vorläufigen Zahlen erkennbar war, verlief das Geschäft sowohl mit Produkten als auch mit Services im Heimatmarkt Großbritannien enttäuschend. Dafür erzielte Computacenter Deutschland das beste Ergebnis seit der Übernahme durch den Mutterkonzern Anfang 2003: Der operativen Gewinn kletterte von 500.000 Pfund im ersten Halbjahr 2006 auf 3,8 Millionen Pfund. Der Umsatz erhöhte sich um 14,4 Prozent auf 340,7 Millionen Pfund. Dabei legte der Servicebereich, auf den rund 35 Prozent der Gesamteinnahmen entfallen, um zwölf Prozent zu. Das Produktgeschäft (65 Prozent des Gesamtumsatzes) verbesserte sich um 16 Prozent.

Computacenter begründet das gute Landesergebnis einerseits mit dem Aufschwung im deutschen IT-Markt. Andererseits habe der IT-Dienstleister in den letzten beiden Jahren speziell im Mittelstand neue Anwender hinzugewonnen sowie Cross-Selling-Effekte bei bestehenden Kunden realisiert. Vor allem im Managed-Services-Bereich habe das Unternehmen neue Verträge abgeschlossen beziehungsweise bestehende Deals erweitert. Um der steigenden Nachfrage nachkommen zu können, will die deutsche Niederlassung in diesem Jahr mehr als 200 neue Mitarbeiter einstellen.

Trotz der schwachen Ergebnisse in Großbritannien gibt sich Chairman Ron Sandler insgesamt zuversichtlich: "Wir werden unsere Marktposition und Leistung weiter verbessern. Das zweite Halbjahr hat positiv für die Gruppe begonnen, und wir gehen davon aus, unsere gesetzten Ziele für 2007 zu erreichen." (sp)