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Communicant: Finanzierung der Chipfabrik steht noch nicht

06.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Finanzierung der in Frankfurt an der Oder geplanten 3,15 Milliarden Mark teuren Chipfabrik von Communicant ist noch nicht gesichert. Das erklärte Klaus Wiemer, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Communicant Semiconductor Technologies AG, gegenüber dem "Handelsblatt". Der Finanzierungsplan werde nicht vor Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Wiemer geht jedoch nach wie vor davon aus, dass das Werk Anfang 2003 die Produktion aufnehmen kann.

Wie Wiemers weiter sagte, solle die Deutsche Bank, die seit vergangener Woche alleiniger Finanzberater und Koordinator für die Chipfabrik ist, nun das Gesamtpaket zur Finanzierung schnüren. Wenn die Aufgabe erledigt ist, werde sich die Bank auch selbst als Investor engagieren.

An der Betreiberfirma Communicant sind der Halbleiterhersteller Intel und das Institut für Halbleiterphysik (IHP) sowie das Emirat Dubai beteiligt (Computerwoche online berichtete). Letzteres soll den größten Anteil der Investitionen übernehmen. Das Emirat hatte eine Beteiligung von etwa 500 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Seitdem hat sich jedoch der Markt für Informationstechnologie stark verändert und die Halbleiterpreise sind um einiges gesunken. Wiemers versicherte, dass die Verhandlungen mit dem Emirat wegen dieser Entwicklung keineswegs geplatzt seien. Rund 740 Millionen Dollar sollen zum Aufbau der Fabrik von Investoren beigesteuert werden. Für etwa 200 Millionen Dollar sucht die Betreibergesellschaft noch einen Geldgeber.