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Commerzbank will 450 IT-Mitarbeiter entlassen

02.06.2006
Die Einsparungen sind Teil eines auf drei Jahre angelegten Plans.
Frank Annuscheit
Frank Annuscheit

Ein "Fitnessprogramm" hat sich der IT- und Transaction-Banking-Bereich der Commerzbank AG verordnet. In diesem Zusammenhang will CIO Frank Annuscheit das für 2005 verbuchte Jahresbudget von 938 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren auf 740 Millionen Euro per annum senken, was einer Reduzierung um 20 Prozent entspricht. Im selben Zeitraum soll auch die Personaldecke in den beiden Unternehmensbereichen ausgedünnt werden. Wie der oberste IT-Manager bestätigt, sieht die Bank vor, bis 2008 rund 450 der momentan 4700 IT-Arbeitsplätze "so sozialverträglich wie möglich" zu streichen.

Im Gegensatz zu jüngsten Presseberichten sind diese Maßnahmen, so der CIO, "Ausdruck eines schon länger laufenden Optimierungsprozesses in den Servicebereichen". Sie stünden nicht unmittelbar im Zusammenhang mit der Fusion zwischen Commerzbank und Eurohypo. Die Einsparungen beträfen unterschiedliche Bereiche der IT und der Transaktionsbank.

Die "Nettoreduzierung" des IT-Personals soll laut Annuscheit auf keine Fall einen "Abbau von Qualität" mit sich bringen: "Das können wir uns gar nicht leisten". Das legt den Verdacht nahe, dass die Bank vermehrt die Auslagerung von IT-Funktionen plant. Immerhin weist der CIO selbst darauf hin, dass externe Dienstleister "einfache" IT-Services um 40 Prozent preisgünstiger erbringen könnten als interne Mitarbeiter.

An seiner grundsätzlichen Einstellung gegenüber dem Thema Outsourcing (siehe "Warum die Commerzbank ihre IT behält") habe sich allerdings nicht geändert, beteuert Annuscheit: "Wir bleiben bei unserer Strategie, Optimierungen - soweit es irgendwie geht - aus eigener Kraft und im eigenen Haus durchzuführen." Die Auslagerung werde nur dort in Betracht gezogen, "wo wir das Ende der Fahnenstange erreicht haben."(qua)