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Commerce One, Vignette: Hohe Verluste und Umsätze

20.04.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Online-Marktplatz-Spezialist Commerce One meldete für sein erstes Fiskalquartal einen deutlich geringeren Fehlbetrag als von Analysten erwartet. Der operative Verlust betrug 14 Millionen Dollar oder neun Cent je Aktie (Q1 1999: minus 7,8 Millionen Dollar). Die Wallstreet hatte mit einem Minus von 24 Cent pro Anteilschein gerechnet. Der Nettoverlust des Herstellers von E-Procurement-Software fiel mit 43,6 Millionen Dollar mehr als dreimal so hoch aus, wie noch ein Jahr zuvor (12,3 Millionen Dollar). Als Grund für die negative Bilanz nannte Commerce One unter anderem die hohen Kosten für Forschung und Entwicklung.

Der Umsatz des kalifornischen Unternehmens stieg jedoch um das 15-Fache auf 35 Millionen Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lagen die Einnahmen noch bei 2,1 Millionen Dollar. Commerce One gab 70 neue Kunden bekannt, darunter Citigroup und Boeing. Der E-Commerce-Experte ist Technologiepartner bei mehreren großen Online-Marktplätzen, die in Kürze an den Start gehen sollen (CW Infonet berichtete).

Dem auf E-Commerce-Produkte spezialisierten Softwarehaus Vignette erging es in seinem ersten Geschäftsquartal ähnlich. Der Verlust wuchs drastisch von 7,9 Millionen Dollar vor einem Jahr auf 83,5 Millionen Dollar. Das Unternehmen machte für die roten Zahlen vor allem Akquisitionskosten sowie hohe Aufwendungen für Forschung und Entwicklung verantwortlich. Erst vor kurzen hatte die texanische Company den Java-Server-Spezialisten Engine 5 und den Marketing-Software-Hersteller Datasage übernommen (CW Infonet berichtete). Der Umsatz schoss von 9,1 Millionen Dollar im Vorjahr auf heuer 55,2 Millionen Dollar nach oben.