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Commerce One und Nortel: Von Aktien und Gerüchten

20.11.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Aktienkurs des auf Software-Infrastruktur für B2B-Marktplätze (Business-to-Business) spezialisierten US-Unternehmens und SAP-Partners Commerce One fiel am vergangenen Freitag um knapp elf Prozent. Gerüchte über ein firmeninternes Memo, demzufolge die Company ihre Gewinnziele nicht erreichen werde, hatten zu dem Kurssturz geführt. Der Hersteller erklärte dazu, es handele sich um ein "routinemäßiges Motivationsschreiben" an die Vertriebsabteilung, dessen Inhalt falsch interpretiert worden sei. Man halte weiter an der Prognose für das vierte Quartal fest, die von 177 Millionen Dollar Umsatz und einem Fehlbetrag von sieben Cent pro Aktie ausgeht.

Wenig besser erging es dem kanadischen Netzwerkausrüster Nortel Networks. Dessen Aktien rutschten am vergangenen Freitag um knapp neun Prozent ab. Schuld waren Aussagen von Chris Crespi, Analyst bei Banc of America Securities, der behauptet hatte, Nortel habe wichtige Aufträge (von Qwest) an die Konkurrenz (Ciena) verloren; außerdem gebe es bei Worldcom Überbestände an Nortel-Komponenten. Eine Sprecherin des kanadischen Unternehmens erklärte dazu: "Nortel Networks verliert und gewinnt jeden Tag Aufträge. Wir haben aber in letzter Zeit keinen nennenswerten Deal an Ciena oder irgendwen sonst verloren."