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Comdirect überrascht mit Vorsteuergewinn

10.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Comdirect, die Online-Brokerage-Tochter der Commerzbank, hat im ersten Quartal 2002 nach eigenen Angaben einen Gewinn von knapp 300.000 Euro erwirtschaftet nach einem Verlust von 19,8 Millionen Euro vor Jahresfrist - und das trotz sinkender Transaktionszahlen und eines rückläufigen Provisionsüberschusses. Nach Steuern ergibt sich aktuell ein Fehlbetrag von 1,8 Millionen Euro; im Berichtszeitraum des Vorjahres war der Verlust mit 18 Millionen Euro erheblich höher ausgefallen. Die besseren Zahlen verdankt Comdirect vor allem niedrigeren Kosten. Nach Einstellung des Geschäftsbetriebs in Italien und dem Verkauf des französischen Ablegers sanken die Aufwendungen von 70,2 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf nun 38,9 Millionen Euro.

Der scheidende Vorstandschef Bernt Weber schrieb im Quartalsbericht, das Unternehmen rechne bis spätestens zum Ende des Jahres wieder mit einem leichten Anziehen des Marktes. Bis dahin werde es aufgrund der immer noch schwierigen Rahmenbedingungen schwierig werden, auf Konzernbasis den Breakeven zu erreichen. (tc)