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.com-Domains könnten bald teurer werden

01.12.2006
Die US-Regierung hat Verisign für weitere sechs Jahre (und vermutlich bis in alle Ewigkeit) die Verwaltung der populärsten TLD (Top Level Domain) .com übertragen.

Für vier der sechs Jahre bis 2012 hat Verisign im Rahmen des von der NTIA (National Telecommunications and Information Administration) und der ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) abgesegneten Vertrags das Recht, die Großhandelspreise für .com-Domains einseitig um jeweils sieben Prozent zu erhöhen. Wenn es das auch für die zwei übrigen Jahre tun will, muss es gegenüber der ICANN nachweisen, dass dringende Sicherheitsgründe höhere Investitionen begründen. Eventuelle Preiserhöhungen muss Verisign jeweils sechs Monate im Voraus ankündigen.

Verisign-Sprecher Tom Galvin wiegelte zunächst ab und erklärte, seine Firma habe gegenwärtig keine Pläne für Preiserhöhungen in der Schublade. Er fügte aber auch hinzu: "Preisflexibilität ist wichtig, damit Registry-Betreiber die Möglichkeit haben, in ihre Infrastruktur zu investieren."

Verisign habe allein nach dem Ausbruch neuer DoS-Attacken im Januar dieses Jahres zehn Millionen Dollar in den Ausbau seiner Infrastruktur investiert. Und bis Ende 2008 will der Dienstleister an 200 Orten weltweit .com-Resolver stehen haben. Derzeit werden pro Tag 13 Milliarden .com-Adressen aufgelöst. Vor fünf bis sechs Jahren betrug die Zahl der Anfragen erst rund eine Milliarde. Und für die nächsten paar Jahre sei eine weitere Verzehnfachung wahrscheinlich, so Galvin. (tc)