Für Mac- und iOS-Entwickler

CocoaPods – Externe Code-Bibliotheken leicht in eigene Projekte einbinden

Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
Mit der quelloffenen Software CocoaPods haben Mac- und iOS-Entwickler eine effiziente und gleichzeitig elegante Methode, Code-Bibliotheken von Drittherstellern in eigene Projekte einzubinden.

Funktionalität: CocoaPods wird als effizienter "Code Dependency Manager"für Objective-C-Projekte vermarktet. Die aus der Open-Source-Szene stammende Lösung ist unter Softwareentwicklern, die Produkte für Mac OS X und iOS realisieren, sehr beliebt. Wenn es darum geht, Lösungen von anderen Entwicklern in eigene Projekte zu integrieren, gilt CocoaPods mittlerweile als Defacto-Standard. So lassen sich die meisten populären Code-Libraries, die auf Github, dem sozialen Netzwerk für Softwareentwickler, erhältlich sind, mithilfe von CocoaPods importieren. Damit erspart man sich das manuelle Herunterladen und Kopieren der Quelltextdateien, ohne sich dabei um weitere Projektabhängigkeiten kümmern zu müssen.

Installation: Beim Programm handelt es sich um ein einfaches zu nutzendes, aber technisch anspruchsvolles Kommandozeilen-Tool, das auf Basis von Ruby implementiert ist. Um das Tool zu installieren, braucht man das Terminal, um ein einfaches Kommando auszuführen: "sudo gem install cocoapods". Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Interessierte auf der Produkt-Website.

Bedienung: Ist CocoaPods einmal im System installiert, dann kann man damit zum einen eigene “Pods” erstellen. Zum anderen lassen sich Pods von anderen Entwicklern auf schnelle und einfache Weise in XCode-Projekte integrieren – und das mit nur einem einzigen Befehl. Dazu benötigt man zunächst ein sogenanntes "Podfile". Dabei handelt es sich um eine einfache Textdatei, in der sämtliche Abhängigkeiten zu externen Bibliotheken in Xcode-Projekten konfiguriert werden. Führt man dann auf dem Terminal das Kommando “pod install” aus, so werden die definierten Code-Bibliotheken heruntergeladen, in den entsprechenden XCode-Projektordner gespeichert und so konfiguriert, dass man sie sofort nutzen kann. Der Prozess, um eigene Bibliotheken anderen Entwicklern als Pod bereitzustellen, ist zwar etwas komplizierter. Doch in der ausführlichen Online-Dokumentation wird detailliert erklärt, wie das genau funktioniert.

Fazit: CocoaPods bietet einen besonders einfachen Weg, externe Bibliotheken in eigene XCode-Projekte einbinden und verwalten zu können. Wer das Werkzeug mal erfolgreich eingesetzt hat, der wird es sicherlich nicht mehr missen möchten.

CocoaPods

Version

0.34

Hersteller

Open Source

Download-Link

Download über die Kommandozeile

Sprache

Englisch

Preis

Kostenlos

System

Mac OS X (Erfordert Ruby)

Alternativen