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Cobalt will mit Apple nicht mehr über den Cube streiten

30.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Sun-Tochter Cobalt Networks legt den Streit mit Apple über das Warenzeichen "Cube" bei. Man werde deswegen nicht vor Gericht ziehen, erklärte Stephen DeWitt, Vice President bei Sun und General Manager im Bereich Server Appliances.

Vor der der Übernahme durch Sun schlug der damalige Cobalt-Chef DeWitt härtere Töne an: Man werde sich den Namen "Cube" nicht einfach klauen lassen, sondern Apple werde dafür zahlen müssen.

Das Warenzeichen "Cube" für Computer ging schon durch einige Hände. In den späten 80er Jahren ließ es Next Computer registrieren. Nach Aufgabe des Next-Cube wurde als neuer Besitzer die Cube Computer Corp. eingetragen. Dieses Unternehmen verklagte im Dezember 1998 dann Cobalt Networks: Die Firma brachte einen Würfel-förmigen Rechner auf den Markt. Gegen die Bezahlung von 1,4 Millionen Dollar wurde der Streit im Januar 2000 beigelegt - das Warenzeichen ging an Cobalt.

Den Sinneswandel in Richtung einer friedlichen Lösung erklärt DeWitt: Ein Streit mit Apple sei von jeher unwahrscheinlich gewesen, da alle vier Cobalt-Gründer zuvor als Apple-Ingenieure tätig waren.