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Cisco teilt die Welt neu auf

07.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Cisco Systems will seine weltweite Organisation geographisch neu ordnen. So wird es andere Strukturen für die Märkte auf dem amerikanischen Kontinent sowie in Europa geben. Künftig wird sich das Geschäft in der Alten Welt auf Westeuropa beschränken. Den amerikanischen Markt bilden künftig nur noch die beiden Länder USA und Kanada. Mittel- und Südamerika sowie Osteuropa reihen die Cisco-Verantwortlichen unter der Sparte "Emerging Markets" ein. Dazu zählen außerdem Teile Asiens und Afrika. Von der Neuordnung nicht betroffen sind bislang Japan sowie die Region Asien/Pazifik.

Die modifizierte geografische Aufteilung hat verschiedene Rochaden im Management zur Folge. Den neu geschaffenen Bereich Emerging Markets soll Paul Mountford leiten. Dieser verantwortete bislang das weltweite Partnergeschäft Ciscos. Seinen Posten übernimmt Keith Goodwin, Senior Vice President für das bisherige Amerika-Geschäft. Von der alten in die neue Welt wechselt Robert Lloyd. Der ehemalige Leiter der Emea-Region soll künftig das Geschäft in den USA und Kanada führen. In Europa rückt Chris Dedicoat auf den Chefposten nach, bislang verantwortlich für den Vertrieb innerhalb von Emea.

Oberstes Ziel der Umstrukturierung sei zusätzliches Wachstum, erläutert Rick Justice, Senior Vice President von Cisco und Leiter des weltweiten operativen Geschäfts. Mit Hilfe einer eigenen Geschäftseinheit für sich entwickelnde Märkte könne Cisco verstärkt Länder adressieren, die aussichtsreiches Geschäftspotenzial für die Zukunft versprechen. Außerdem gelte es, auch weiterhin einen eigenen Fokus auf bereits etablierte Märkte zu legen. Die neue Aufteilung soll ab 31. Juli dieses Jahres gelten. Ab dem Fiskaljahr 2006, das zum gleichen Zeitpunkt startet, will der Netzausrüster auch seine Bilanzzahlen entsprechend der neuen Firmenstruktur ausweisen. (ba)