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CIOs erwarten steigende IT-Budgets

16.06.2006
Unternehmen investieren vor allem in Outsourcing-Projekte.

Die Investitionsbereitschaft wächst wieder. Einer Umfrage unter US-amerikanischen CIOs (Chief Information Officer) im Auftrag der Personalberatung Harvey Nash zufolge halten 25 Prozent einen Anstieg der IT-Budgets um zehn bis 20 Prozent für realistisch. 13 Prozent der Befragten rechnen sogar mit einem Wachstum von über 20 Prozent. Vor allem in Outsourcing-Vorhaben werde investiert: 38 Prozent der CIOs gehen von steigenden Budgets für Auslagerungsprojekte aus. Für zehn Prozent geht es dabei in erster Linie um Kostensenkung.

Wie die Befragung zeigt, genießt Outsourcing auf der Agenda der CIOs neben der IT-Sicherheit derzeit die höchste Priorität. Auch Udo Nadolski, Geschäftführer von Harvey Nash Deutschland, sieht im Outsourcing einen wichtigen Wachstumstreiber der IT-Branche für die nächsten zehn Jahre. Vor allem das Auslagern von Geschäftsprozessen gewinne an Bedeutung: "Die Reduzierung der Prozesskosten, die nicht das Kerngeschäft betreffen, ist das nächste heiße Thema der Vorstände und Geschäftsführer", so Nadolski.

Vor diesem Hintergrund kommen auf die CIOs neue Herausforderungen zu: Einerseits haben die IT-Verantwortlichen nach Beobachtungen von Nadolski immer weniger Einfluss auf strategische Entscheidungen. Der schleichende Machtverlust der CIOs werde dazu führen, "dass sich die IT-Verantwortlichen künftig mit der Rolle eines internen Dienstleisters begnügen müssen", so der Manager. Andererseits wachse ihre Verantwortung der CIOs, da sie dafür zuständig seien, die Outsourcing-Möglichkeiten zu bewerten.

Im Gegensatz zum Outsourcing hat die Offshore-Variante in Deutschland keine großen Chancen, meint Nadolski: "Der deutsche Hang zu übertriebenem Perfektionismus und Kontrolle gepaart mit Berührungsängsten gegenüber asiatischen Kulturen, Denk- und Arbeitsweisen bildet massive, oft unüberwindbare Hürden." (sp)