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Ciena senkt Quartalsverlust und meldet Übernahme

22.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Netzwerkausrüster Ciena konnte seinen Nettoverlust im dritten Geschäftsquartal 2003 (Ende: 31. Juli) gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich reduzieren: Wie der Anbieter von optischen Netzkomponenten mitteilte, sank der Fehlbetrag von 160 Millionen auf 88,9 Millionen Dollar oder 20 (42) Cent pro Aktie. Restrukturierungskosten und andere Einmaleffekte ausgeklammert wies die Company einen (Pro-forma-)Verlust von 41 Millionen Dollar oder neun Cent je Anteil aus. Laut Umfrage von Thomson First Call schnitt Ciena damit im Schnitt um einen Cent besser ab, als von den Analysten erwartet worden war. Die Einnahmen kletterten im Jahresvergleich um 37 Prozent von 50 Millionen auf 68,5 Millionen Dollar. Die Analysten hatten allerdings im Schnitt mit 71 Millionen Dollar Umsatz gerechnet. Der Photonikspezialist selbst hatte im Mai Einnahmen zwischen 65 Millionen und 75 Millionen Dollar in Aussicht gestellt.

Laut CEO Gary Smith gelinge es Ciena weiterhin, neue Kunden zu gewinnen und die Geschäfte mit bestehenden Kunden auszuweiten. Allerdings sei es nach wie vor schwierig, den Eingang wichtiger Aufträge vorherzusagen. Für das laufende vierte Geschäftsquartal erwartet Smith daher ähnlich hohe Einnahmen wie im aktuellen Berichtzeitraum - plus oder minus fünf Prozent. Um die Gewinnzone zu erreichen, müsse Ciena in neue Märkte expandieren und die Betriebskosten weiter senken, erklärte der Firmenchef.

Zusammen mit den Quartalsergebnissen gab die Company nun die Übernahme der nichtbörsennotierten Akara Corp. aus Ottawa im kanadischen Bundesstaat Ontario bekannt. Ciena will für den Anbieter von SONET/SDH-basierenden SAN-Lösungen insgesamt 45 Millionen Dollar - davon knapp zwei Drittel in eigenen Aktien - zahlen. (mb)