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Ciena schreibt Milliardenverlust

14.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Netzwerkausrüster Ciena schrieb im vierten Finanzquartal 2001 (Ende: 31. Oktober) einen Nettoverlust von 1,8 Milliarden Dollar oder 5,51 Dollar je Anteil und befürchtet weitere Verluste im kommenden Jahr. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte das Unternehmen aus Linthicum, Maryland, noch einen Profit von 25,76 Millionen Dollar oder neun Cent pro Aktie ausgewiesen. Verantwortlich für die tiefroten Zahlen sind vor allem eine bereits im November angekündigte Sonderabschreibung für Wertberichtigungen und Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar. Außerdem verdoppelte Ciena seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung und stockte sein Verkaufsteam auf. Ohne diese Kosten hätte Ciena einen Profit von 17,1 Millionen Dollar geschrieben, verglichen mit einem operativen Gewinn von 41,9 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen stiegen um 27 Prozent

gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 367,8 Millionen Dollar, liegen jedoch zwanzig Prozent unter dem Ergebnis des dritten Quartal.

Aufgrund der anhaltend geringen Investitionsbereitschaft der TK-Branche rechnet Ciena für das laufende erste Finanzquartal 2002 erneut mit einem Nettoverlust in Höhe von acht bis zwölf Cent pro Aktie. Außerdem befürchtet das Unternehmen, das erste Mal seit dem vierten Quartal 1998 auch auf operativer Basis rote Zahlen zu schreiben. Die Einnahmen sollen gegenüber dem letzten Quartal um 30 bis 40 Prozent zurückgehen.