Cyber-Attacken

China wehrt sich gegen neue US-Vorwürfe

Thomas Cloer
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China hat neuen Unterstellungen einer US-Sicherheitsfirma widersprochen, es stecke hinter Hacker-Angriffen auf US-Firmen.

Die Mandiant Corp. hatte zuvor in einem 74-seitigen Report (PDF-Link) behauptet, eine der Volksbefreiungsarmee Chinas angegliederte Gruppe habe seit 2006 Daten von 141 Firmen gestohlen, 115 davon aus den USA. Konkrete Angriffsziele nennt Mandiant in seinem Bericht nicht, über den zuerst die "New York Times berichtet hatte, wohl aber die Branchen IT, Telekommunikation, Luftfahrt und Energie.

Hong Lei, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, dementierte diese Behauptungen laut "Wall Street Journal" heute prompt im Rahmen eines Presse-Briefings. "Cyber-Attacken sind anonym, transnational und von ihrem Ursprung her kaum nachzuverfolgen, ich weiß daher nicht wie glaubwürdig die Ergebnisse des Berichts sind", so Hong. China sei ebenfalls häufig Ziel von Cyber-Angriffen, die zumeist von den USA ausgegangen seien.

Auf die Frage, ob China glaube, dass die US-Regierung hinter diesen Angriffen stecke, erwiderte Hong, dass "wir nur sagen können, dass sie von den USA ausgingen". Das sei "etwas ganz anderes als Medienberichte, dass die chinesische Regierung oder Armee verantwortlich" für die in dem Mandiant-Bericht erwähnten Attacken seien.

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