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Check Point wehrt sich gegen Kritik an Lizenzentwicklung

08.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Firewall-Spezialist Check Point fühlt sich angesichts der Kritik wegen lediglich vier Prozent neuer Software-Lizenzen im letzten Quartal unfair behandelt. Das Unternehmen konnte immerhin ein Umsatzplus von 19 Prozent im Zeitraum von Januar bis März 2005 verbuchen (Gesamtsumme: 137,7 Millionen Dollar). Analysten von Merrill Lynch hatten jedoch angesichts des verhältnismäßig geringen Anstiegs des Lizenz-Geschäfts (von 63 Millionen auf 65,5 Millionen) jedoch die Nase gerümpft.

Dazu äußerte sich jetzt Check Points Gründer und CEO Gil Schwed, indem er gegenüber dem Branchendienst "Computerwire" das Neukundengeschäft als "gesund" bezeichnete. Die Zahl der neuen Lizenzen sei insofern verwirrend, weil sie nicht berücksichtige, dass der Hersteller auf ein vorwiegend Subskriptions-basierendes Modell umgestellt hat. Darin enthalten ist zum einen die Software, aber auch Services.

Pro Monat kämen zwei- bis dreitausend neue Kunden hinzu, betont Schwed, dessen Aussagen zufolge Check Point 70.000 Bestandskunden besitzt und großen Wert darauf legt, die Kontakte zu diesen zu pflegen. "Einige Analysten verwechseln uns zu Unrecht mit einer Hardware-Company", kritisiert der CEO. Im Gegensatz zu deren Klientel müssten Check-Point-Kunden sich jedoch nicht mit jeder Gerätegeneration eine komplett neue Box zulegen. Stattdessen erhalten Abonnenten automatisch ein Software-Update.

Der Umsatz mit den Abo-Services hat im letzten Quartal gegenüber dem Vorjahr um satte 33 Prozent zugelegt, pflichtet Marius Nacht, Senior Vice President und Mitgründer des Unternehmens, bei. Check Point müsse sich nicht dafür entschuldigen, dass es seinen Kunden den Service nicht extra berechne. (ave)