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Check Point holt sich Sourcefire

07.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Firewall-Spezialist Check Point Technologies will Sourcefire, Entwickler des erfolgreichen Open-Source-IDS (Intrusion Detection Systems) "Snort", für rund 225 Millionen Dollar übernehmen. Die Akquisition soll im ersten Quartal 2006 abgeschlossen sein.

Das von dem inhabergeführten, im Jahr 2001 gegründeten Unternehmen Sourcefire unter der General Public License (GPL) entwickelte Snort wird sowohl von der Open-Source-Gemeinde als auch in der Industrie genutzt. Nach Angaben von Check-Point-CEO Gil Schwed soll der Snort-Quellcode auch nach der Übernahme "offen" bleiben. Zur künftigen Produkt-Roadmap wollte Schwed zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine genaueren Angaben machen. Er räumte jedoch ein, dass die Integration einiger Sourcefire-Techniken in die Checkpoint-Produkte sinnvoll sei. Viel verspreche sich sein Unternehmen vor allem von Sourcefires Event-Management-Konsole "Defense Center" sowie dem Sensor "Real-Time Network Awareness" (RNA), die sich Check Point im Fall einer Übernahme ins Haus holen würde. Bei RNA handelt es sich um eine Lösung, die die Analyse von mit Netz-Traffic einher gehenden Sicherheitsbedrohungen ermöglicht.

Laut Sourcefire-CEO Wayne Jackson ist davon auszugehen, dass der Firmengründer und Chief Technology Officer (CTO) Martin Roesch und andere Mitarbeiter im Zuge der Akquisition zu Check Point überwechseln. (kf)