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CFO Parker: Peoplesoft trickste mit Gewinnprognose

14.10.2004

Peoplesoft hat seine Gewinnerwartungen vergangenes Jahr absichtlich in die Höhe getrieben, um Oracle die Übernahme zu erschweren. Diese Tatsache brachte jetzt ein Gerichtsverfahren in Delaware ans Licht, in dem Oracle die Abwehrhaltung von Peoplesoft zu erschüttern versucht. In dem Prozess musste Chief Financial Officier Kevin Parker eingestehen, dass Peoplesoft Kunden gebeten hatte, Deals vorzuziehen, um für das zweite Quartal einen höheren Gewinn melden zu können. Die Anhörung ergab außerdem, dass Peoplesoft intern für das Geschäftsjahr 2004 zunächst eine Gewinnerwartung von 69 Cent je Aktie hatte, diese aber nach der Übernahmeofferte von Oracle auf 94 Cent anhob. Laut Parker sei die Erhöhung des Profitziels nicht als Reaktion auf die Akquisitionspläne von Oracle erfolgt, sondern aufgrund von erwarteten Synergieeffekten aus der Übernahme von J.D. Edwards. Die Anwälte von Oracle bezweifeln diese Darstellung. (pg)