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CES: Der Palm als Geldbörse

08.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Palm-Chef Carl Yankowksi hat seine Keynote-Ansprache auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas genutzt, um die "eWallet"-Initiative seines Unternehmens vorzustellen. Nach dem Willen des Herstellers sollen Besitzer eines PDAs mit Palm-OS noch in diesem Jahr mit ihrem Gerät einkaufen gehen und per Infrarot-Übertragung bezahlen können.

Wie das funktioniert, zeigte Yankowski in einer Demonstration: Mit seinem Handheld ging er in einem simulierten "Sharper-Image"-Shop auf Einkaufstour. Beim Bezahlen musste er die im Palm integrierte Visa-Anwendung zunächst durch Eingabe eines PIN-Codes aktivieren. Danach übertrug er die Kreditkarten-Daten - natürlich verschlüsselt - via Infrarot-Schnittstelle auf ein POS-Terminal, das von Groupe Ingenico gemeinsam mit der HP-Tochter Verifone entwickelt wurde. Anschließend erhielt er sowohl eine Papierquittung als auch eine elektronische Bestätigung.

Entsprechende Technik soll bereits im Laufe dieses Jahres in Hotels, Restaurants, Autovermietungen und Kaufhäusern installiert werden. Yankowski kann sich aber auch andere Einsatzgebiete für die eWallet-Technik vorstellen - beispielsweise elektronische Gutscheine oder Bonusprogramme (Vielflieger etc.).