Kostentransparenz bei Vertragsabschluss

CeBIT: Seehofer will Verbraucher vor Kostenfallen im Internetschützen

06.03.2008
Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) will die Konsumenten vor überraschenden Kostenfallen im Internet bewahren.

"Ich halte es für unverzichtbar, dem Verbraucher vor Abgabe einer bindenden Vertragserklärung im Internet die Kostenfolgen komprimiert und deutlich vor Augen zu führen", teilte Seehofer am Donnerstag nach einem Besuch der Computermesse CeBIT in Hannover mit. Er forderte klare gesetzliche Vorgaben, damit Verbraucher über Kosten informiert werden und per Häkchen bestätigen, dass sie zahlen. Dann könnte ein Vertrag nicht versehentlich zustande kommen.

Die Verbraucherzentralen warnten Computer-Hersteller vor einem Etikettenschwindel angesichts des Trends zur "Grünen Informationstechnologie" (Green IT). "Wo grün draufsteht, muss auch grün drin sein", sagte die Leiterin für Wirtschaft des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Cornelia Tausch, in Berlin. Produktion und Entsorgung müssten klimaschonend sein. Die Verbraucherschützer forderten auch eine Kennzeichnungspflicht für energiearme Geräte für Freizeit und Büro. Stromfresser ohne Ein- und Ausschalter müssten aus dem Sortiment verbannt werden.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hatte den Elektronik- Herstellern auf der Computermesse bei der Umweltfreundlichkeit ein mittelmäßiges Zeugnis ausgestellt. (dpa/tc)

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