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CeBIT: Fujitsu-Siemens Computers legt "Rekordjahr" hin

09.03.2005

HANNOVER (COMPUTERWOCHE) - Der Umsatz und der Vorsteuergewinn von Fujitsu-Siemens Computers (FSC) stiegen im Geschäftsjahr 2004 (Ende: 31. März 2005) nach vorläufigen Angaben des Unternehmens erheblich. President und Chief Executive Officer (CEO) Bernd Bischoff sagte vor der Presse am Vortag der CeBIT, der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent von knapp 5,3 Milliarden Euro auf rund sechs Milliarden Euro gestiegen. Der Gewinn vor Steuern sei von 62 auf 94 Mllionen Euro gewachsen. Dies ist eine Steigerung um mehr als 50 Prozent. Da das Geschäftsjahr noch läuft, handelt es sich hierbei um vorläufige Ergebnisse. Bischoff kommentierte die Zahlen mit den Worten: "Das ist für Fujitsu-Siemens Computers ein Rekordjahr."

In Westeuropa habe FSC, so Bischoff, laut dem Marktforschungsinstitut IDC einen Umsatzzuwachs von sechs Prozent verzeichnet, während der Markt insgesamt nicht gewachsen sei. In Europa, dem Mittleren Osten sowie Afrika (Emea) wuchs FSC um neun, der Markt um drei Prozent. In Zentralostasien und im Mittleren Ostasien schoss der Umsatz sogar um 55 respektive 58 Prozent in die Höhe. Der Gesamtmarkt allerdings legte in diesen Regionen lediglich um 19 beziehungsweise 18 Prozent zu.

In Frankreich musste das Unternehmen allerdings wegen erheblicher Verluste im Consumer-Segment, der auf heftige Preiskämpfe zurückzuführen war, einen Umsatzrückgang von fünf Prozent hinnehmen. Deutschland legte beim Umsatz um ein Prozent zu, bei einem Markt allerdings, der um die gleiche Zahl rückläufig war. Stark gewachsen im Ländervergleich der Umsätze sind Italien (47 Prozent), Schweden (18 Prozent) und Belgien (zwölf Prozent).

Gründe für das erfolgreiche Jahr waren die starken Ergebnisse im Mobility-Geschäft sowie bei umweltfreundlichen PCs. Auch PCs, die in ein Unterhalts- und Komunikationszentrum für Privatnutzer eingebunden sind (Digital Home Solutions), waren erfolgreich. Die Umsätze mit Intel-basierten "Primergy"-Servern stiegen um 18 Prozent.

In Großunternehmen konnte FSC beim Umsatz mit Mobilrechnern, Speichern und Intel-Servern jeweils zwischen 13 und 20 Prozent zulegen. Auch bei mittelständischen Unternehmen und Kleinbetrieben (SME) war der bayrisch-japanische Konzern erfolgreich: 40 Prozent Zunahme des Umsatzes bei Notebooks, 25 Prozent bei Primergy-Servern und immerhin noch sieben (Desktops) beziehungsweise sechs Prozent mehr Umsatz bei Speichersystemen trugen zur rosigen Bilanz bei.

Bischoff war auch beim Ausblick auf die kommenden Jahre optimistisch: Er geht von einem Umsatzwachstum bei PCs, Servern und Speichersystemen von fünf Prozent in kommenden Geschäftsjahr aus. Für die drei Folgejahre erwartet der FSC-Chef Zuwächse von drei, vier und fünf Prozent. (jm)