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CeBIT: Deutschland führender Standort für Mikroelektronik in Europa

10.03.2005

HANNOVER (COMPUTERWOCHE) - Jeder zweite Halbleiter aus Europa trägt das Label "Made in Germany", berichtet der Verband der Elektrotechnik (VDE). Deutschland habe seine führende Position als Mikroelektronikstandort Nummer eins weiter ausgebaut. Grund für diese Entwicklung sei unter anderem die Konzentration von Mikroelektronik- und Nanoelektronik-Fertigung samt Zulieferern in Sachsen. Die Region Dresden stelle mit einem Netz aus Industrie, Instituten und Hochschulen das derzeit größte Mikroelektronikzentrum auf dem alten Kontinent. Hier seien in den letzten Jahren mehr als 11 000 Arbeitsplätze entstanden.

Der Chip-Weltmarkt hat nach VDE-Angaben im Jahr 2004 ein Volumen von 213 Milliarden Dollar erreicht. Europa liegt mit einem Marktanteil von 18,5 Prozent knapp vor Amerika (18,3 Prozent). Allerdings haben Japan mit 21,5 Prozent und der gesamte asiatisch-pazifische Wirtschaftsraum mit 47,7 Prozent einen deutlichen Vorsprung. In Deutschland ist der Umsatz mit Halbleitern im Januar 2005 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um neun Prozent gestiegen.

Mit einem jährlichen Forschungs- und Entwicklungsaufwand von acht Milliarden Euro sowie rund 76 000 F+E-Beschäftigten zählt die deutsche Elektro- und Elektronikindustrie laut VDE weltweit zu den forschungsintensivsten und innovationsstärksten Branchen. Von ihr hingen 50 Prozent der deutschen Industrieproduktion und mehr als 80 Prozent der Exporte ab. (wh)