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CE Consumer hofft auf den Turnaround

31.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Münchner Chipbroker CE Consumer Electronic AG ist im vergangenen Geschäftsjahr infolge hoher Abschreibungen tief in die Verlustzone gerutscht. Nachdem das Unternehmen im zweiten Geschäftsquartal Wertberichtigungen in Höhe von 47 Millionen Euro vorgenommen hatte, nahm das Nettodefizit im Vergleich zum Vorjahr von 1,9 Millionen auf knapp 57 Millionen oder 2,23 Euro pro Aktie zu. Der Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) vergrößerte sich von 110.000 auf 54,85 Millionen Euro. Parallel sank der Umsatz im Jahresvergleich von 426,8 Millionen auf 321,3 Millionen Euro.

Trotz der hohen Verluste im Gesamtjahr sieht das Management den Erfolg der Kostensenkungsmaßnahmen bestätigt: So gelang es CE im Schlussquartal 2002, vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ein Plus von 9000 Euro zu erzielen. Die Einnahmen in den Monaten Oktober, November und Dezember stiegen gegenüber dem vorangegangenen dritten Quartal von 69,7 Millionen auf 74,4 Millionen Euro. Obwohl es noch zu früh sei, um von einer allgemeinen Trendwende zu sprechen, rechnet die Führungsriege ab der zweiten Jahreshälfte 2003 mit einer Verbesserung der allgemeinen Marktbedingungen und einem gegenüber dem Vorjahr deutlich besseren Ergebnis. Voraussetzung sei allerdings eine Stabilisierung der geopolitischen Lage.

Mit dem Geschäftsbericht verabschiedete sich gleichzeitig der Firmengründer und langjährige Vorstandsvorsitzende Erich Lejeune. Lejeune gab Anfang 2002 nach 26 Jahren (auch offiziell) sein Amt an den ehemaligen ACG-Chef Peter Bohn ab und will sich nun über die Lejeune Akademie um die Fort- und Weiterbildung der Vertriebsmitarbeiter von CE - aber auch aus anderer Unternehmen - kümmern. (mb)