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Internet-Expansion

CBS übernimmt CNET Networks

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der US-Fernsehsender CBS expandiert im Internet und übernimmt dazu das Medienhaus CNET Networks für 1,8 Milliarden Dollar in bar.

CBS bietet nach eigenen Angaben für jede CNET-Aktie 11,50 Dollar, ein ordentliches Aufgeld für das Papier, das gestern bei 7,95 Dollar geschlossen hatte. CBS will sich mit der Übernahme zu einer der zehn meistbesuchten Internet-Firmen in den USA aufschwingen mit zusammen 54 Millionen Unique Users monatlich und rund 200 Millionen Nutzern weltweit.

Zum Website-Imperium von CNET Networks gehören neben CNET.com unter anderem ZDNet, GameSpot.com, mp3.com, Search.com, MySimon sowie TechRepublic. CNET hatte im Kalenderjahr 2007 gut 400 Millionen Dollar umgesetzt und laut CBS "signifikante Gewinne" erwirtschaftet (der operative Profit betrug 15,8 Millionen Dollar, die Differenz zu den 176,5 Millionen Dollar Nettogewinn entstand durch positive Einmaleffekte).

CBS will die Angebote von CNET nach Abschluss der Transaktionen mit denen seinen - unter anderem CBSSports.com, CBSNews.com, last.fm, Wallstrip und MobLogic - kombinieren. Über sein Audience Network aus mehr als 300 Partner-Sites erreicht der Sender nach eigenen Angaben bereits 82 Prozent aller Online-Nutzer in den Vereinigten Staaten. Vom Zukauf erhoffe man sich Synergieeffekten sowohl inhaltlicher Natur als auch bei der Vermarktung, hieß es.

Der Verwaltungsrat von CNET Networks hat die Fusionsvereinbarung einstimmig angenommen und empfiehlt Gleiches auch den Aktionären der Firma. Vorbehaltlich verschiedener aufschiebender Bedingungen soll die Transaktion im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden. (tc)