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Capgemini punktet in den USA und Kanada

12.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der französische IT-Diensteister Capgemini scheint sein Nordamerika-Geschäft in den Griff zu bekommen. Seit der Übernahme der IT-Consulting-Einheit von Ernst & Young im Jahr 2000 galten die dortigen Niederlassungen als Sorgenkinder. Doch im ersten Halbjahr 2005 legte das Geschäft dort immerhin um knapp neun Prozent zu, wenngleich unterm Strich immer noch rote Verluste anfallen.

Dennoch sieht die Zentrale in Paris das Geschäft in den Nordamerika auf gutem Weg, als Beleg dafür führt das Unternehmen sechs neue Großaufträge in der Region an:

- Bombardier, Hersteller von zivilen Flugzeugen, hat Capgemini Canada für die kommenden sieben Jahre zur Mitarbeit bei der Bearbeitung technischer Dokumentationen wie Betriebsanleitungen verpflichtet.

- Vom Allianzpartner Hewlett-Packard (HP) hat Capgemini America einen mehrjährigen Auftrag für die Betreuungen von Applikationen bekommen. Der Vertrag ist mit mehreren Millionen Dollar dotiert.

- Capgemini U.S. begleitet das Einzelhandelsunternehmen Limited Brands bei einem mehrjährigen Transformationsprogramm. Unter anderem werden SAP-Module für Finanzen sowie Business Intelligence und Supply Chain implementiert. Das Volumen umfasst mehreren zehn Millionen Dollar.

- Für 8,9 Millionen Dollar entwickelt, implementiert und wartet Capgemini Government Solutions für die National Gallery of Art in Washington ein neues, Oracle-basierendes Finanzmanagement-System.

- Sony Pictures Entertainment gab bei Capgemini U.S. ein System für den Filmvertrieb in Auftrag.

- Zusammen mit Time Warner Cable arbeitet Capgemini U.S. an Lösungen, mit denen der Kabelnetzbetreiber seinen Kunden individuelle Produkte anbieten kann. (jha)