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Cabletron plant Entlassungen

23.03.1999
1997/98 knapp 240 Millionen Dollar Verlust

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Cabletron, weltweit viertgrößter Anbieter von Netzwerk-Equipment, hat die Ergebnisse für das vierte Quartal seines abgelaufenen Geschäftsjahres (Ende: 28. Februar) vorgelegt. Ohne Berücksichtigung einer einmaligen Sonderbelastung hat das Unternehmen einen Profit von 2,5 Millionen Dollar oder einem Cent pro Aktie erwirtschaftet, zwei Cent über den Erwartungen der Wallstreet (viertes Quartal 1997/98: minus 6,3 Millionen Dollar oder vier Cent je Anteilschein). Unter dem Strich bleibt allerdings nur ein Minus von 8,25 Millionen Dollar. Der Quartalsumsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um elf Prozent auf 345,1 Millionen Dollar.

Für das gesamte abgelaufene Geschäftsjahr meldete Cabletron auf Basis von Umsätzen in Höhe von 1,41 Milliarden Dollar Verluste von 239,97 Millionen Dollar (1997/98: 127,06 Millionen Dollar). Gleichzeitig gab der Hersteller bekannt, er werde seine Fertigungsstätte in Ironton, Ohio, schließen und die 300 bislang dort beschäftigten Mitarbeiter auf die Straße setzen. Die Fertigung übernimmt künftig der kanadische Anbieter Celestica. Bis Ende 1999 soll die Zahl der Cabletron-Mitarbeiter unter 5000 liegen. Zum Ende des vierten Quartals hatte die Company noch 5951 Menschen beschäftigt. CEO Craig Benson erklärte dazu: "Wir mußten leider die Fertigung outsourcen - eine große Veränderung für uns. Mit dem neuen Konzept können wir uns aber stärker auf die Bereiche konzentrieren, in denen wir Mehrwert hinzufügen können."