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CA senkt Quartalsverlust

23.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dem Softwarekonzern Computer Associates (CA) gelang es im dritten Geschäftsquartal 2003 (Ende: 31. Dezember), seinen Nettoverlust gegenüber dem Vorjahr von 231 Millionen auf 44 Millionen Dollar oder acht Cent pro Aktie zu senken. Auf operativer Basis konnte das Unternehmen aus Islandia, New York, nach einem Minus von sechs Cent je Anteil wieder ein Plus von fünf Cent je Anteilschein ausweisen. Laut Umfrage von First Call/Thomson übertraf CA damit die Prognosen der Analysten im Schnitt um zwei Cents. Mit einem Umsatz von 778 Millionen Dollar lag die Softwareschmiede dagegen sechs Millionen Dollar unter der durchschnittlichen Umsatzerwartung der Wallstreet, steigerte jedoch die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent. Nach eigenen Angaben profitierten die New Yorker dabei von den gewachsenen Lizenzerlösen und dem insgesamt gutem Europa-Geschäft.

Für das laufende vierte Geschäftsquartal stellt der Konzern einen Gewinn von fünf bis sechs Cent pro Aktie sowie Einnahmen zwischen 785 Millionen und 800 Millionen Dollar in Aussicht. Damit gelänge es CA, die für das Gesamtjahr prognostizierten 1,1 bis 1,2 Milliarden Dollar Umsatz zu erreichen.

Zusammen mit dem Quartalszahlen bestätigte CEO Sanjay Kumar, dass das Justizministerium und die US-Börsenaufsicht SEC Unterlagen über insgesamt rund zehn Softwareverträge eingefordert haben. Gegenstand der Untersuchungen sind die Ende November bekannt gewordenen neuen Betrugsvorwürfe gegen CA (Computerwoche online berichtete). So soll das Unternehmen mehrfach Kundenverträge vor- und zurückdatiert haben, um Umsätze zwischen einzelnen Geschäftsquartalen zu verschieben. (mb)