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Bull-Mitarbeiter rufen französische Regierung zu Hilfe

22.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mitarbeiter des französischen IT-Konzerns Bull wollen die französische Regierung auffordern, in die geplante Restrukturierung des hoch verschuldeten Unternehmens einzugreifen. Die Firmenführung plant, sich durch den Verkauf von Tochtergesellschaften und Entlassungen zu regenerieren. Noch vor Weihnachten hieß es, zehn Prozent der Beschäftigten würden bis Juni 2002 ihre Arbeitsplätze verlieren. In den vergangenen zwölf Jahren hat Bull seine Angestelltenzahl von 46.000 auf insgesamt 18.000 reduziert. Die Gewerkschaften fordern nun ein Eingreifen der Regierung, die 16,3 Prozent des Unternehmens besitzt.

Guy de Panafieu, Chairman des Unternehmens, hatte vor kurzem davor gewarnt, der Konzernverlust für das Jahr 2000 werde auf über 100 Millionen Euro steigen. Zuvor war das Management noch von einem positiven Ergebnis ausgegangen. In den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres betrug Bulls Schuldenlast 387 Millionen Euro. Analysten rechnen nun mit einem Schuldenberg von 500 Millionen Euro.