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Bugbear und Sobig führen Viren-Ranking an

01.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In einer vom Antivirenhersteller Sophos veröffentlichten Top-Ten-Liste führen die Computerschädlinge Bugbear und Sobig das Ranking für das erste Halbjahr 2003 an. Beide zusammen waren für fast ein Drittel der Hilfsanfragen verantwortlich, die zwischen Januar und Juni 2003 bei Sophos eingingen. Probleme bereitete den Sicherheitsexperten vor allem der Bugbear-Virus, weil dieser immer wieder seine Erscheinungsform sowie die Verbreitungsart wechselte und damit die Identifikation und Bekämpfung durch die entsprechenden Tools erschwerte. Mit Sobig trat ein neuer Typ Virus auf, der mit Hilfe eines Trojaner-Programms den befallenen Rechner zur Verbreitung von Spam-Mails missbrauchte.

Die Sicherheitspezialisten registrierten im ersten Halbjahr 3855 neue Viren im Netz. Das entspricht einer Steigerung von 17,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Als Gründe für den Anstieg nennt Chris Belthoff, Senior Security Analyst bei Sophos, die weitere Verbreitung des Internets sowie den einfacheren Zugang zu Tools für die Entwicklung von Viren. Die meisten Virenentwickler agierten von Ländern aus, in denen es keine Gesetze gegen die Herstellung und Verbreitung von Viren gibt. Dazu zählt der Experte weite Teile Osteuropas sowie den pazifischen Raum. Die Programmierer arbeiteten dort mit der Gewissheit, keine Anklage fürchten zu müssen. (ba)