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BT holt sich Hilfe von Perot Systems

15.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die BT Group hat sich externe Hilfe für das IT-Projekt bei der britischen Gesundheitsbehörde National Health Service (NHS) geholt. Der texanische IT-Dienstleister Perot Systems wurde für rund 108 Millionen Pfund (156 Millionen Euro) verpflichtet, Projekt-Management-, Implementierungs- und Konfigurationsdienste zu leisten. Der Vertrag hat laut Perot Systems eine Laufzeit von sechseinhalb Jahren.

Perot Systems sichert sich damit nur einen kleinen Teil in einem Projekt, das als weltweit größtes IT-Vorhaben gilt. Im Oktober 2004 korrigierten die NHS-Verantwortlichen erst die voraussichtlichen Kosten von 6,3 Milliarden Pfund auf 15 bis 30 Milliarden Pfund (ca. 21 bis 43 Milliarden Euro) für die Jahre 2003 bis 2013. Ziel ist es, die komplette IT-Infrastruktur der Gesundheitsbehörde zu überarbeiten und eine zentrale Patientendatenbank für 50 Millionen Briten einzurichten, auf die rund 30 000 Ärzte zugreifen können. Die BT Group hat sich Ende 2003 zwei Teilprojekte von der NHS sichern können. Zum einen verantwortet der ehemalige staatliche Carrier für gut 600 Millionen Pfund (872 Millionen Euro) den Aufbau der zentralen Datenbank. Zum anderen ist BT lokaler Service-Provider für die Region London und streicht dafür knapp eine Milliarde Pfund (1,4 Milliarden Euro) ein. (jha)