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BSA sprüht vor Originalität

09.05.2001
Mit einer leicht sexistisch geratenen Kampagne will die Business Software Alliance (BSA) gegen Raubkopien im Großraum München vorgehen. Im "deutschen Silicon Valley" werde besonders viel Software illegal kopiert, meint der Branchenverband.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - "Typisch, da schaust hin" - auch die Business Software Alliance (BSA) setzt in ihrer jüngsten Kampagne auf die alte Marketing-Weisheit "sex sells" und gestaltete ihr Plakat gegen Raubkopien im Großraum München à la "Unterm Dirndl wird gejodelt". Aber ernsthaft: Die BSA vermutet, dass im Dunstkreis der bayerischen Landeshauptstadt ("Mit Laptop und Lederhos´n") besonders viele Firmen Software illegal einsetzen.

Wie die BSA darauf gekommen ist? Ganz einfach: In den ersten drei Monaten 2001 wiesen "zwölf Prozent aller Hinweise auf illegale Software" aus dem Bundesgebiet auf Unternehmen in München, so die BSA. Die Erklärung für diesen vermeintlich überdurchschnittlich hohen Anteil liefert die Branchenorganisation gleich selbst. "Über 8000 Unternehmen im Raum München kommen aus dem Bereich Neue Technologien, und rund ein Drittel der 25 größten Softwareunternehmen in Deutschland ist hier angesiedelt", erklärt Georg Herrnleben, Regional Manager Zentraleuropa. Neben der Plakataktion wird die BSA auch noch einen nicht minder originellen Radiospot zu Gehör bringen. Und wie immer gilt: Denunzieren Sie doch Ihre missliebige Konkurrenz unter der BSA-Hotline-Nummer 0800/1718010 - Selbstanzeigen bleiben ohne Folgen. "Wer von sich aus bei der BSA aktiv wird, hat nichts zu

befürchten", verspricht Herrnleben.