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Britisches Antiterror-Netz eingestellt?

24.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein von der britischen Regierung geplantes Computernetz zur Terrorbekämpfung ist aufgrund technischer Probleme und interner Streitigkeiten über Finanzierung und Verwaltung gescheitert. Dies berichtet "BBC News" unter Berufung auf den Informationsdienst "E-Government Bulletin". Das unter dem Namen "Hazmod" gehandelte und vom Civil Contingency Secretariat des Cabinet Office entwickelte Projekt hätte eigentlich schon im März 2002 live gehen und die Kommunikation zwischen Behörden, Rettungsdiensten und anderen Katastrophenhelfern im Falle eines größeren Terroranschlags ermöglichen sollen. Insider berichteten, das Projekt sei vom Start weg "ein Disaster" gewesen, langsam und umständlich zu bedienen. Auch die Weiterentwicklung ging offenbar nicht wie erwartet voran.

Suk Athwai, Leiter der Notfallplanungs-Forschung beim Cabinet Office, erklärte, Hazmod durchlaufe gegenwärtig lediglich eine Phase der Reorganisation. "Es ist nicht vollends abgeblasen", sagte der Regierungsmann. (tc)