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Brandkatastrophe: Peking lässt Internet-Cafés schließen

17.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach einem verheerenden Brand in einem Internet-Café, bei dem in der Nacht von Samstag auf Sonntag 24 Menschen ums Leben kamen und 13 verletzt wurden, hat Pekings Bürgermeister die Schließung aller Cyber-Treffs der Stadt angeordnet.

Wie die chinesische Nachrichtenagentur "Xinhua" berichtet, war das Feuer in einem Café in unmittelbarer Umgebung der beiden Hochschulen Peking und Tsinghua ausgebrochen. Zur Katastrophe kam es nach Angaben von Augenzeugen nicht zuletzt, weil die Eingangstür des Lokals bei Ausbruch des Feuers verschlossen war, darüber hinaus jedoch Gitterstäbe vor den Fenstern auch die anderen Fluchtwege versperrten.

Die chinesische Hauptstadt verfügt über rund 2400 Internet-Cafés, von denen laut Xinhua etwa die Hälfte illegal betrieben werden. Nach der aktuellen Anordnung müssen nun selbst Inhaber ordnungsgemäßer Lizenzen ihre Surf-Kneipen erst einmal schließen. Lizenzen, die erneut beantragt werden, sollen erst nach einer gründlichen Sicherheitsinspektion erteilt werden. Darüber hinaus sollen sich alle Unternehmen der Stadt innerhalb der nächsten drei Monate in Sachen Feuerschutzmaßnahmen einer Prüfung unterziehen. (kf)