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Brain macht weniger Umsatz und mehr Verlust

13.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das unter Druck geratene Softwarehaus Brain International hat nach vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 118,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Das sind 8,8 Prozent weniger als im Fiskaljahr 1999. Im selben Zeitraum weitete sich der operative Verlust des Breisacher ERP-Anbieters (Enterprise-Resource-Planning) von 12,3 auf 40,8 Millionen Euro aus. Beeinträchtigt wurde das Ergebnis im Geschäftsjahr 2000 durch einmalige Sondereinflüsse in Höhe von 17,8 Millionen Euro. Die endgültigen Zahlen will Brain am 11. April auf seiner Bilanzpressekonferenz bekannt geben.

Nach den Umstrukturierungsmaßnahmen des vergangenen Jahres, in deren Rahmen unter anderem 23 Prozent des Personals abgebaut wurden, will das Unternehmen noch in diesem Jahr die Gewinnzone erreichen. Hoffnung gab der Januar 2001, in dem Brain seinen Umsatz um 14 Prozent gegenüber dem ersten Monat des Vorjahres steigern konnte. Auch die US-Tochter der Breisacher habe in diesem Monat erstmals ein positives operatives Ergebnis vorgelegt.

Die Börse reagierte am heutigen Dienstagvormittag positiv auf die Nachrichten: Das Brain-Papier legte um 5,56 Prozent auf 4,75 Euro zu.