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Brain hatte sich mehr erwartet

16.11.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Brain International AG steigerte in den ersten neun Monaten ihres laufenden Geschäftsjahres den Umsatz zwar um 44 Prozent auf 165,1 Millionen Mark (1998: 114,5 Millionen Mark), hatte aber mit deutlich höheren Zahlen gerechnet. Nach einem guten Start im ersten Halbjahr wuchsen die Einnahmen im dritten Quartal nur noch um 19 Prozent, bedauerte das Breisacher Softwarehaus. Verantwortlich für das geringe Wachstum ist laut Vertriebsvorstand Kurt Rembold die Jahr-2000-Umstellung, die in der gesamten Branche eine Verschiebung der IT-Investitionen zur Folge habe. Das Lizenzgeschäft sei daher unbefriedigend verlaufen. Das Nettoergebnis beläuft sich für die ersten drei Quartale auf minus 6,6 Millionen Mark, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch plus 4,3 Millionen Mark. Der diesjährige Fehlbetrag fußt laut Brain auf der Investition von fünf Millionen Mark in neue

Produkte sowie auf den einmaligen Kosten in Höhe von 6,5 Millionen Mark für den Börsengang des Unternehmens.