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Imagepflege

BP kauft Anzeigen bei Suchmaschinen

10.06.2010
Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko will der Energiekonzern BP sein ramponiertes Image auch im Internet pflegen.
Nein, das ist KEIN BP-Anzeigenmotiv von 1999. Sondern schlicht galliger Internet-Humor.
Nein, das ist KEIN BP-Anzeigenmotiv von 1999. Sondern schlicht galliger Internet-Humor.

Das Unternehmen habe bei Suchmaschinen wie Google Anzeigen gekauft, bestätigte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa. Diese erscheinen bei Suchbegriffen wie "BP" und "Ölkatastrophe" im Kontext der Ergebnisse. Der Link führt zu einer Website, wo der Öl-Gigant seine Sicht der Dinge auf die Katastrophe darstellt.

Welche Begriffe das Unternehmen gekauft hat, legte die Sprecherin nicht offen. Tests zeigen, dass auch bei der Kombination aus "BP" und "gulf disaster" (Golf-Desaster) oder "leak" (Leck) die Anzeige erscheint. Laut einem Bericht des amerikanischen TV-Senders ABC News lässt BP sich das mehr als 10.000 Dollar pro Tag kosten.

"Wir wollen es den Nutzern erleichtern, wichtige Informationen zu finden", begründete die BP-Sprecherin den Schritt. So werde auf der Website beschrieben, wie man bei Schäden seine Ansprüche geltend machen oder sich freiwillig im Kampf gegen die Ölpest engagieren könne.

Marktführer Google versteigert die Anzeigenplätze zu bestimmten Suchbegriffen. Sie sind über oder neben den Ergebnissen aus dem Such-Index zu sehen und als Anzeigen markiert. (dpa/tc)