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Boom an Thanksgiving lässt US-Online-Shops hoffen

27.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Besucher- und Verkaufszahlen bei Online-Shops an den Thanksgiving-Feiertagen deuten darauf hin, dass die Feriensaison in den USA besser als erwartet startete. So ergab eine Untersuchung von Nielsen/NetRatings, dass am Tag nach dem Thanksgiving-Wochenende 22 Prozent mehr private Surfer im Internet einkauften als an gewöhnlichen Werktagen. Vor einem Jahr betrug die Steigerung allerdings noch 27 Prozent. Auch Yahoo meldete für das vergangene Wochenende gestiegene Verkaufszahlen. Besonders gesuchte Waren auf dem Internet-Portal waren dabei Microsofts X-Box, Zauber- und sonstige Utensilien von Harry Potter sowie Digitalkameras. Auch der Online-Händler Amazon registrierte einen Zuwachs. Die Internet-Marktforscher zählten gestern 1,7 Millionen einmalige Besucher, am vergangenen Freitag waren es nur 1,3

Millionen. Dennoch verkauften die Kalifornier an diesem oft als "Schnäppchenfreitag" titulierten Tag nach eigenen Angaben pro Stunde 1200 Produkte mehr als im Vorjahr, gleichzeitig gaben fünf Millionen Kunden einen Wunschzettel ab. Das sind fast zweimal so viele Surfer wie vor einem Jahr.

Nach Ansicht von Jupiter Media Metrix profitierten die Online-Shops gleich in mehrerer Hinsicht von den Terroranschlägen des 11. September: So trauen sich aus Angst vor Anschlägen weniger Kunden als im Vorjahr in die Einkaufszentren; verschärfte Sicherheitsbestimmungen an Flughäfen und die Furcht vor weiteren Flugzeugunglücken verstärken den Trend. Allerdings sollen mit der gestiegen Zahl von Online-Einkäufern in diesem Jahr auch die Pro-Kopf-Ausgaben zurückgehen. Die Marktforscher von Jupiter gehen davon aus, dass der auf den virtuellen Einkaufstouren im Durchschnitt ausgegebene Betrag statt wie im Vorjahr 300 Dollar nur noch 259 Dollar betragen wird.