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Bluetooth-Boom mit Verspätung

23.01.2001
Die Marktforscher von Frost & Sullivan erwarten für dieses Jahr Umsätze mit Bluetooth-Produkten von 2,5 Milliarden Dollar. Erweiterte Standards sollen weitere Einnahmen bescheren.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In einer aktuellen Studie prophezeien die Marktforscher von Frost & Sullivan, dass im Jahr 2001 rund 2,5 Milliarden Dollar Umsatz mit Bluetooth-Produkten erzielt werden. Insgesamt elf Millionen Bluetooth-Geräte sollen in diesem Jahr über die Ladentische wandern. Die Auswahl werde anfänglich aber noch ziemlich beschränkt sein (vor allem PC-Karten, Headsets etc.), so die Auguren. In der Anfangsphase dürfte sich demnach der schwedische Hersteller Ericsson - der die Entwicklung der drahtlosen Nahbereichs-Kommunikationstechnik koordiniert - zunächst als Marktführer etablieren.

Frost & Sullivan konzediert in seiner Studie durchaus, dass nach allerhand Verzögerungen bei Entwicklung und Vermarktung von Bluetooth in den Medien und auch der beteiligten Industrie derzeit ein wenig "die Luft raus" ist. Die Verabschiedung des leistungsfähigeren Standards Bluetooth 1.1, der vermutlich im kommenden Monat von der zuständigen SIG (Special Interest Group) abgesegnet wird, soll aber neue Dynamik erzeugen.