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"Bluejacking" nervt Handy-Nutzer

14.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf eine neuen Trend, Handy-Nutzer zu verunsichern, machen die Antiviren-Spezialisten von Sophos aufmerksam. "Bluejacker" bedienen sich dabei der Bluetooth-Funktionen moderner Mobiltelefone. Diese nutzen sie, um Handy-Nutzern mittels des Kurzstreckenfunks freche Nachrichten auf das Display zu senden. Bluetooth-Handys können laut Sophos über Distanzen von bis zu neun Metern miteinander Kontakt aufnehmen. Dazu müssen die Bluejacker die Telefonnummer des Opfers nicht kennen.

Wer noch nie etwas von Bluejacking (Wortschöpfung aus Bluetooth und Hijacking) gehört hat, reagiert auf Meldungen wie "You are Bluejacked" unter Umständen geschockt, sagte Gernot Hacker, Senior Technical Consultant bei Sophos. Im Internet sind bereits Sites aufgetaucht, deren Betreiber erklären wie Bluejacking funktioniert und welche Handheld-Modelle anfällig sind. Über den neuartigen Handy-Spam verbreiteten sich zwar keine Viren, ärgerlich sei er jedoch allemal. Um sich davor zu schützen, empfiehlt Hacker die Bluetooth-Funktionen im Mobiltelefon zu deaktivieren und nur einzuschalten, wenn sie tatsächlich benötigt werden. (lex)