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BKA geht gegen Nazi-MP3s vor

11.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Bundeskriminalamt ist nach eigenen Angaben in mehr als 100 Fällen gegen Anbieter rechtsextremistischer Musikdateien im Internet vorgegangen. Die Behörde hatte bei "anlassunabhängigen Recherchen im Internet" in "einer Musikbörse" - hier kommt wohl nur Napster in Frage - Titel bekannter Skinhead-Bands entdeckt und war daraufhin aktiv geworden. Anfang April wurden bundesweit Wohnungen von 103 Personen in 15 Bundesländern durchsucht und Computer, Disketten und andere Datenträger sichergestellt. Die Auswertung und weitere Ermittlungen würden aufgrund des umfänglichen Materials jedoch "noch längere Zeit dauern", so das BKA. Falls sich die Vorwürfe bestätigen, drohen den Beschuldigten bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe.