Slim rutscht ab

Bill Gates könnte bald wieder der Reichste sein

18.03.2013
An der Spitze der Rangliste der reichsten Menschen der Welt dürfte es bald einen Wechsel geben: Der Mexikaner Carlos Slim ist dabei, den Titel zu verlieren, weil der Aktienkurs seines Telekom-Imperiums fällt.
Microsoft-Mitgründer Bill Gates in Berlin (2013)
Microsoft-Mitgründer Bill Gates in Berlin (2013)
Foto: www.dts-nachrichtenagentur.de

Microsoft-Gründer Bill Gates steht kurz davor, sich nach mehreren Jahren den Titel des reichsten Menschen der Welt zurückzuholen. Der derzeitige Spitzenreiter, der mexikanische Unternehmer Carlos Slim, verlor zuletzt schnell an Gewicht, weil der Aktienkurs seiner Telekom-Firma América Móvil absackte. In Mexiko ist laut "Wall Street Journal" ein neues Wettbewerbsgesetz in Arbeit, das zur Zerschlagung von Slims Imperium führen könnte. Nach Berechnungen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg von Freitag trennen die beiden Multimilliardäre "nur noch" 184 Millionen Dollar. Das geschätzte Vermögen des 73-jährigen Slim sei allein in dieser Woche um rund fünf Milliarden Dollar geschmolzen.

Noch in der vor zehn Tagen veröffentlichten Rangliste des Magazins "Forbes" lag Slim mit 73 Milliarden Dollar klar vor Gates mit 67 Milliarden. Seit "Forbes" vor einem Monat die Momentaufnahme für seine Rangliste gemacht hatte, verlor die Aktie mehr als 15 Prozent ihres Werts. Das neue Antimonopol-Gesetz, das in den kommenden Wochen verabschiedet werden soll, könnte América Móvil direkt treffen: Der Konzern hat im Mobilfunk-Geschäft einen Marktanteil von 70 Prozent und sogar 80 Prozent bei Festnetz-Leitungen. Das Unternehmen ist aber auch in anderen Ländern Lateinamerikas stark und hat insgesamt gut 260 Millionen Kunden.

Jetzt liegen Slim und Gates laut Bloomberg und "Forbes" bei etwas über 67 Milliarden Dollar. Dabei sieht das Magazin zwar anders als Bloomberg noch einen etwas größeren Abstand von 500 Millionen. Er könnte jedoch schnell aufgezehrt sein, wenn die Kursverluste in diesem Tempo weitergehen. Gates (57) hatte den Spitzenplatz in der Milliardärs-Rangliste von "Forbes" 2010 auch als Folge seiner Wohltätigkeits-Aktivitäten eingebüßt. (dpa/tc)