Forrester zur BI auf SaaS-Basis

BI-Mietmodell bringt’s nicht

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Anzeige  In der Krisenzeit entpuppt sich Software-as-a-Service (SaaS) immer mehr als Trend. Die Analysten von Forrester bezweifeln jedoch, dass sich Business Intelligence (BI) auf SaaS-Basis etablieren wird.

Nichts ist so billig, als dass man es sich nicht leihen könnte. So scheint das Motto dieser krisengeplagten Monate zu lauten. Entsprechend positiv lauten die aktuellen Prognosen für SaaS. Auch unter den jüngst auf computerworld.com veröffentlichten 16 Spar-Tipps für die Unternehmens-IT findet sich die Empfehlung, öfter zur Miet-Software zu greifen. "Kauft Bagels", lautet ein anderer Ratschlag. Die Mitarbeiter könne man ruhig auch mal mit Stullen zufrieden stellen, statt stets ein komplettes Lunch auszugeben.

Die Analysten von Forrester haben sich noch nicht mit der Bagel-Frage, aber intensiv mit der Saas-Frage auseinandergesetzt. Für viele Bereiche der Unternehmens-IT bestätigt die Studie den Trend zu SaaS. Allerdings äußert sich Forrester sehr zurückhaltend, was BI betrifft.

Experton schätzt die Lage anders ein als Forrester

"Die Firmen sollten keine wundersamen Integrations-Lösungen erwarten - weder auf SaaS-Basis noch anderweitig", warnen die Analysten. Der zukünftigen Aussichten von BI auf Saas-Grundlage seien "weitgehend unbewiesen". Die Anwender seien immer skeptisch, insbesondere was größere Daten-Mengen und deren Übertragung in Echtzeit angehe. Demgegenüber sei beispielsweise Web-Conferencing ein idealer Kandidat für SaaS, so Forrester in seinem SaaS-"TechRadar". Die Einschätzung der Experten-Gemeinde zur SaaS-BI ist jedoch nicht einheitlich. Unlängst zeichnete Experton dazu ein deutlich optimistischeres Bild.