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Beta Systems profitiert von Sondererträgen

10.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Berliner Softwarehersteller Beta Systems AG hat im zweiten Quartal 2005 wieder einen Nettogewinn erzielt. Wie das Unternehmen mitteilte, drehte das Quartalsergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum von minus 70.000 auf plus 3,6 Millionen Euro oder 87 Cent je Aktie. Grund für das positive Ergebnis war jedoch ausschließlich ein Sonderertrag über 5,6 Millionen Euro aus dem Verkauf des Kleindienst-Geschäftsbereichs "Outsourcing Services" an die DZ-Bank-Tochter TAI AG (siehe auch: "Kleindienst verkauft Outsourcing-Sparte"). Den Betriebsverlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) weitete Beta Systems dagegen im Jahresvergleich von 500.000 auf 3,1 Millionen Euro aus, während die Umsätze um sechs Prozent auf 23,4 Millionen Euro sanken.

Für die erste Jahreshälfte 2005 weist das Berliner Softwarehaus einen von 1,1 Millionen auf 5,7 Millionen Euro gestiegenen Betriebsverlust aus. Während operativ noch die hohen Sonderaufwendungen für die laufende Restrukturierung sowie die Integration von Kleindienst Datentechnik zu Buche schlugen, konnten die Berliner unter dem Strich einen Überschuss von 1,8 Millionen Euro beziehungsweise 44 Cent je Aktie erzielen - nach einem Fehlbetrag von 200.000 Euro im Vergleichszeitraum 2004. Die Umsätze kletterten dank der (erst) im zweiten Quartal 2004 erfolgten Übernahme von Kleindienst (siehe auch: "Beta Systems greift nach Kleindienst Datentechnik") um 18,4 Prozent auf 43,2 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr rechnet Firmenchef Karl-Joachim Veigel weiterhin mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einem Gewinnanstieg resultierend aus der Veräußerung von Outsourcing Service. Darüber hinaus sieht der Vorstandsvorsitzende aber keine positiven Impulse auf der Umsatz- und Ergebnisseite. Erst für 2006, nach der Umsetzung des laufenden Kostensenkungsprogramms, geht das Unternehmen von einer deutlichen Verbesserung der operativen Ergebnisse aus. (mb)