Wider den Wildwuchs

Berlecon und Fraunhofer raten zu Device Management

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Ein aktueller Report von Berlecon Research und der Fraunhofer ESK unterstreicht die Bedeutung von Device-Management-Lösungen für Unternehmen.

Die Analysten empfehlen darin, die Auswahl einer geeigneten Lösung in Abhängigkeit von den eingesetzten Endgerätetypen zu treffen. Dabei sollten Firmen aber auch prüfen, inwieweit die jeweilige Lösung ihren jeweiligen Anforderungen an ein zentrales Geräte-Management gerecht wird.

Durch die wachsende Vielfalt leistungsfähiger Handys und Smartphones mit unterschiedlichen Betriebssystemen sehen sich viele Unternehmen einem zunehmenden Wildwuchs ihrer mobilen Endgerätelandschaft gegenüber. Device-Management-Lösungen unterstützen sie dabei, diese effizient zu verwalten und die Einhaltung von Sicherheitsvorgaben (Policies) zu gewährleisten. So können beispielsweise die verfügbare Hard- und Software inventarisiert und fernkonfiguriert, Software drahtlos verteilt und Sicherheitsvorgaben durchgesetzt werden.

Bei den aktuell verfügbaren Systemen lassen sich laut Berlecon grundsätzlich zwei Typen unterscheiden:

  • So gibt es Device-Management-Systeme, die im Wesentlichen nur einen Endgerätetyp bzw. ein Betriebssystem unterstützen. Dazu zählen "BlackBerry" von RIM, "SCMDM 2008" von Microsoft und die "ubiSuite" von ubitexx. Diese in sich geschlossenen Lösungen bieten für die unterstützten Endgeräte vielfältige Funktionalitäten und sind entsprechend leistungsfähig.

  • Diesen gegenüber stehen Systeme, mit denen auch eine heterogene Endgerätelandschaft administriert werden kann. Dazu gehören "Good Mobile Messaging" von der Motorola Good Technology Group, "Afaria" von Sybase iAnywhere und "Smartman" von Smartphone Solutions. Funktionalitäten und Leistungsfähigkeit dieser Systeme sind allerdings im Einzelfall stark von den jeweils eingesetzten Endgerätetypen und -versionen abhängig.

Vor der Einführung einer Device-Management-Lösung müssen Unternehmen dem Report zufolge daher sorgfältig evaluieren, inwieweit die angebotenen Systeme ihren individuellen Anforderungen gerecht werden und dabei die bestehende bzw. geplante Endgerätelandschaft unterstützen. In der aktuellen Studie haben die Analysten von Berlecon und der Fraunhofer ESK untersucht, welche Funktionalitäten die verschiedenen Systeme bieten und welche Endgerätetypen im Einzelnen unterstützt werden.

Albert Heim, Technischer Analyst bei der Fraunhofer ESK: "Im Testbetrieb hat sich unter anderem gezeigt, dass kein System alle mobilen Endgeräte mit vollem Funktionsumfang anbinden kann." Die Analysten gehen davon aus, dass dies auch zukünftig kaum der Fall sein wird. "Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht", ergänzt die Berlecon-Geschäftsführerin Nicole Dufft. "Letztlich stehen Unternehmen vor der Wahl, entweder ihre unterstützten Endgeräte zu konsolidieren, um diese effizient kontrollieren zu können, oder sie müssen mit eingeschränkten Administrationsfunktionen für eine heterogene Gerätegesamtheit leben."

Weitere Informationen zum Report (kostet als Unternehmensversion 780 Euro und als weniger umfängliche "Small Business Edition" mit Einzelnutzerlizenz 450 Euro) stehen unter www.berlecon.de/devicemanagement zur Verfügung.