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Bei Apple ist der Wurm drin

19.10.2000
Apple Computer hat gestern seine Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt. Trotz eines Gewinns von 108 Millionen Dollar konnte das Unternehmen seine revidierten Erwartungen nicht erfüllen.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach der jüngst ausgesprochenen Gewinnwarnung (Computerwoche online berichtete) hat Apple Computer gestern nach Börsenschluss seine Bilanz für das vierte Quartal des abgeschlossenen Geschäftsjahres vorgelegt. Das Unternehmen aus Cupertino wies einen Nettoprofit von 108 Millionen Dollar oder 30 Cent pro Aktie aus und lag damit um einen Cent unter den revidierten Erwartungen der Analysten. Zuzüglich eines außergewöhnlichen Zugewinns aus dem Verkauf von ARM-Anteilen ergab sich ein Ertrag von 170 Millionen Dollar oder 47 Cent pro Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte der Gewinn 90 Millionen Dollar oder 25 Cent je Anteilschein betragen. Der Quartalsumsatz lag mit 1,87 Milliarden Dollar um 40 Prozent über dem des Vorjahresquartals. Für das gesamte

Geschäftsjahr meldet Apple auf Basis von 7,98 Milliarden Dollar Umsatz einen Vorsteuergewinn von 786 Millionen Dollar oder 2,18 Dollar pro Aktie.

Chief Executive Officer Steve Jobs dämpfte auch gleich noch die Umsatzerwartungen für den begonnenen Dreimonatszeitraum. Apple wolle schnellstmöglich den im vergangenen Quartal angefallenen Überbestand im Handelskanal abbauen. Finanzchef Fred Anderson rechnet deswegen für das erste Fiskalquartal 2000/2001 nur mit rund 1,6 Milliarden Dollar Umsatz. Außerdem hat man de facto einen Einstellungsstopp verhängt und sucht nach weiteren Einsparungspotenzialen. Erfreuliches gab es allerdings auch zu vermelden: Jobs erklärte, im kommenden Jahr werde es sowohl einen günstigeren "Cube" als auch endlich Macintoshs mit schnelleren G4-Prozessoren geben (letztere binnen sechs Monaten).