Wie die EU-Kommission Cloud Computing anschiebt

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Beitrag in Zusammenarbeit mit Microsoft
12.10.2012 | von 
Werner Kurzlechner
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Er war und ist der Wirtschaftshistoriker für CFOWorld sowie Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
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Die EU-Kommission hat eine Initiative gestartet, die Europa fit für Cloud Computing machen soll. Standards und Vertragsmodelle sollen langfristig einen Wachstumsschub von 162 Milliarden Euro bringen. Von Anbieterseite gibt es Beifall.

Cloud Computing verschafft der europäischen Wirtschaft einen gewaltigen Schub – davon geht jedenfalls die Europäische Kommission aus. Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, präsentierte kürzlich die neue Cloud-Strategie der Kommission, die das bereits jetzt cloud-freundliche Europa „cloud-aktiv“ machen soll. „Cloud Computing kann der europäischen Ökonomie einen riesigen Aufschwung bringen“, so die niederländische Politikerin. Ein politisches Maßnahmenbündel soll den Weg in die Wolke auch für kleine und mittelgroße Firmen ebnen helfen.

Unter anderen plant die EU-Kommission, bis 2013 allgemeine Standards und Zertifikate zu identifizieren, die eine Vergleichbarkeit von Cloud-Angeboten ermöglichen. Erarbeitet werden soll außerdem ein Modell für Vertragsbedingungen, die den Umgang mit Daten in der Wolke fair regeln. Eine European Cloud Partnership soll der Zusammenarbeit mit den einzelnen Mitgliedsländern dienen. In den kommenden Monaten will Kroes zudem eine Strategie für Cybersicherheit vorstellen. Eine Studie der Kommission rechnet eindrucksvoll den erhofften Effekt dieser flankierenden Aktivitäten vor: Alleine die Public Cloud trägt demnach 2020 laut Prognose 250 Milliarden Euro zum europäischen Bruttoinlandsprodukt bei, ohne die Maßnahmen der EU wären es nur 88 Milliarden. Das EU-Programm soll europaweit für 2,5 Millionen zusätzliche Jobs sorgen.

Applaus erntet die EU Cloud Computing Strategy unter anderem von Stephen Collins, Vice President für Unternehmensbelange bei Microsoft EMEA. Die Strategie schaffe Hindernisse aus dem Weg, die das Potenzial der Technologie bislang begrenzen. „Es wird ein Rahmen für weitere Harmonisierung, Klarheit und Sicherheit geschaffen, den Firmen für ein Übersetzen in die Wolke und das Realisieren von Wachstum und technologischer Innovation benötigen“, so Collins.