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Barnes & Noble schreibt rote Zahlen

21.05.1999
Marketing für Online-Tochter ist teuer

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Amerikas größter Buchhändler Barnes & Noble hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres einen Verlust von 1,44 Millionen Dollar oder zwei Cent pro Aktie ausgewiesen. Ein Jahr zuvor war das Minus mit 3,34 Millionen Dollar oder fünf Cent je Anteilschein noch um einiges höher ausgefallen. Die Einnahmen von Barnes & Noble lagen bei 718,3 Millionen Dollar und damit um 9,2 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (657 Millionen Dollar). Der Quartalsverlust resultiert vornehmlich auf den enormen Aufwendungen, die das Unternehmen in das Marketing für seinen gemeinsam mit dem deutschen Medienriesen Bertelsmann betriebenen Online-Ableger Barnesandnoble.com investierte. Barnes & Noble gibt Millionen von Dollar aus, um Kunden des Erzrivalen Amazon.com zum Umstieg auf sein Angebot zu bewegen. Das

allerdings gestaltet sich angesichts des Zweijahresvorsprungs der Bezos-Company ausgesprochen schwierig - Amazon.com konnte im vergangenen Jahr fast zehnmal mehr umsetzen als Barnesandnoble.com.

Barnesandnoble.com startet in der kommenden Woche seinen Börsengang. Ein Konsortium aus Goldman Sachs, Merill Lynch und dem Online-Brokerhaus Wit Capital wird geschätzte 25 Millionen Anteilscheine zu einem Preis zwischen elf und 13 Dollar anbieten. Eine Woche später, am 31. Mai, sollen die Aktien erstmals in New York gehandelt werden.