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Balda-Großaktionär Fennel verkauft Anteile an institutionelle Anleger

17.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der bisherige Hauptaktionär der Balda AG, Bernd Fennel, ist überraschend ausgestiegen. Er habe alle seine 19.832.625 Aktien im Rahmen einer Privatplatzierung an internationale institutionelle Anleger veräußert, teilte der Handyzulieferer am Mittwoch in Bad Oeyenhausen mit. Nach Abschluss der Transaktionen befänden sich gut 75 Prozent der Balda Aktien im Streubesitz. Die "Börsen-Zeitung" hatte am Morgen geschrieben, die Transaktion komme zu aktuellen Kursen bewertet auf ein Volumen von rund 180 Millionen Euro.

Die Balda-Aktie stieg am Mittwoch in zwei Schüben, einmal nach dem Pressebericht und ein weiteres Mal nach der Unternehmensmitteilung um mehrere Prozent nach oben und war zeitweilig mehr als zehn Euro wert. Um 16.40 Uhr wurde sie zu 9,93 Euro gehandelt und war damit 7,1 Prozent teurer als am Vortag.

Baldas Vorstandschef Joachim Gut begrüßte die Veränderung. Er betonte, dass der Vorstand sich über das Vertrauen freue, das die neuen Investoren in die Balda AG setzten. Diese hätten ihr langjähriges Commitment und die Erwartung zum Ausdruck gebracht.

Balda dementierte allerdings den Einstieg von Mitgliedern der Familie Herz. Die "Börsen-Zeitung" hatte geschrieben, die Hamburger Industriellen Günther und Daniela Herz könnten einen Teil der Papiere übernommen haben. (dpa/tc)